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Sicher hat jeder sich schon einmal Gedanken über die Gesundheit seiner Haare gemacht und ich gebe gerne zu, ich grübel ständig darüber ob ich ihnen nicht vielleicht doch ein bisschen viel zu zumute. Wenn ich wieder einmal eine meiner Frisierphasen habe, kann das schon ganz schön strapaziös sein: Ich habe keine Lust mir lange die Haare trocknen zu lassen, also wird ordentlich geföhnt, denn für das Haare glätten (das bei mir fast jeden Tag dazugehört) darf keine Restfeuchtigkeit mehr im Haar sein. Ich habe zwar einen GHD Mini Styler, aber wenn es schlecht läuft und mein Hitzeschutz Spray leer geworden ist, muss ich wohl oder übel ohne Haare glätten. Dann kann es außerdem noch sein, dass ich mir die Haare getönt habe – ich hab hin und wieder so ein Ding, dass ich meine ein leichter Rotschimmer stünde mir ganz gut.

Sowas kann eine Zeit lang gut gehen, aber mit der Zeit merkt man es einfach: Die Haare fühlen sich kraftlos an, die Kopfhaut fettet schneller nach als gewöhnlich und die Haarspitzen haben Spliss.

Sieben einfache Tipps für gesünderes und schöneres Haar

Die folgenden sieben Haarpflege-Tipps haben mir geholfen, meine Haare nach so einer Strapaze wieder fit zu machen. Aber: Natürlich kann man damit auch normales Haar pflegen, das nicht so überbeansprucht wird. Auf der anderen Seite sind es auch keine Freifahrtscheine, mit denen man seinem Haar alles zumuten kann.

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Vielleicht hast du schon einmal etwas von Silikonen in Shampoos oder Spülungen gehört. Viele wissen aber immer noch nicht so genau warum diese schädlich sind und wie man überhaupt erkennen kann, ob in einem Produkt Silikone enthalten sind oder nicht.

Eine Tatsache ist: Silikone schützen das Haar tatsächlich. Hört sich gut an, ist es aber nicht, denn zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass sie auch Feuchtigkeit und Pflegestoffe daran hindern, bis in die Haare vorzudringen. Die Schuppenschicht der Haare wird regelrecht zugeklebt. Beim Haare glätten z.B. passiert das mit guten Glätteisen auch, aber da ist es sinnvoll und nach dem Haare waschen wieder vorbei. Silikone bleiben jedoch im Haar und werden dabei womöglich schon wieder durch noch mehr neue ersetzt. Spliss und Haarbruch sind dann keine Seltenheit. Ein Shampoo mit Silikonen erkennst du, wenn du auf die Inhaltsangabe auf der Flaschenrückseite schaust. Die bekanntesten Vertreter heißen Dimethicone, Cyclomethicone, Cyclopentasiloxane und Polymethylsiloxan.

Anmerkung von frisurenkatalog.eu:
Mittlerweile gibt es auch hochwertige Silikon-Derivate, welche Glanz erzeugen ohne das Haar zu beschweren und sich trotzdem aus dem Haar waschen lassen.

Haarpflegetipp Nr. 2: Finger weg von chemischen Haarfarben

Die meisten Haarfarben, die man so im Handel kauft, sind leider voller Chemie, die ziemlich aggressiv wirken und die Haarstruktur besonders bei dünnen und naturblonden Haaren schwächen können. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, beim Einkauf genauer hinzuschauen und auch in die etwas versteckteren Regale im Drogeriemarkt zu schauen. Wenn du dir deine Haare nicht selbst färbst, solltest du einen Friseur nach der Farbe und ihren Inhaltsstoffen fragen und notfalls auch mal den Sonderwunsch nach einer natürlichen Farbe äußern. Sie sind meistens sogar ungefähr genauso teuer wie die herkömmlichen Produkte.

Anmerkung von frisurenkatalog.eu:
Metallhaarfarben und ähnliche Horrorfarben gibt es schon lange nicht mehr in Supermärkten zu kaufen. Wer Qualität schätzt lässt sich beim Friseur eine Haarfarbe von Loreal, Schwarzkopf, Goldwell oder Wella machen. Fast alle Firmen bieten zusätzlich mildere Haartönungen auf Pflanzenbasis an. Zum Beispiel EOS von Wella oder Epicea von Loreal.

Haarpflegetipp Nr. 3: Augen auf beim Bürstenkauf

Wenn du zu der übergroßen Gruppe der Leute gehörst, die immer noch ganz normale Haarbürsten mit Metall-„Borsten“ verwenden, solltest du dir überlegen, umzusteigen. Sie sind nicht zwangsläufig schädlich, aber es gibt etwas Besseres: Haarbürsten mit Wildschweinborsten! Während in der Männerwelt aktuell der Trend zu klassischen Rasierpinseln aus Dachshaar schon längst wieder groß im Kommen ist, herrscht bei den Bürsten absolute Naturflaute. Die natürlichen Borsten haben trotz ihrer viel kräftigeren Struktur große Ähnlichkeit mit dem menschlichen Haar und haben den Effekt, dass sie die Verteilung der natürlichen Fette und der Feuchtigkeit wesentlich besser hinbekommen als herkömmliche Bürsten. So kommt die natürliche Haarpflege (Sebum) der Kopfhaut auch bis in die Spitzen und das massierende Gefühl auf der Kopfhaut ist einfach nur göttlich.

Haarpflegetipp Nr. 4: Die Nachtfrisur

Es macht keinen Sinn, sich extra für die Nacht zu frisieren? Oh doch! Obwohl man schläft wühlt man sich nachts ständig durch sein Bett und dreht sich unzählige Male hin und her. Das ist nicht nur der Grund dafür, dass man am nächsten Morgen mit einer zerzausten Mähne aufwacht, sondern währenddessen reiben die Haare auch kräftig aneinander und die winzig kleinen Schuppenschichten auf den einzelnen Haaren reiben sich gegeneinander und reißen weit auf bis die Haare in extremen Fällen verfilzen.

Die Lösung: Einfach vor dem Schlafengehen schnell einen Zopf flechten. Das dauert nicht lang und es muss auch nicht schön aussehen, sorgt aber dafür, dass deine Haare nicht so stark beansprucht werden. Plus: Sie sind schön glatt und sehen ohne Weiteres super aus.

Haarpflegetipp Nr. 5: Geeignete Accessoires

Haarklammern, Spangen oder ähnliches haben manchmal scharfe Ecken und Kanten, die ins Haar schneiden können. Achte deshalb darauf, dass sie abgerundet sind, vor allem wenn du sie meistens an derselben Stelle im Haar platzierst. Bei Haargummis ist es ähnlich: Sie sind oft mit Metallklemmen zu einem Ring geformt. Benutze lieber Haargummis aus einem kompletten Ring ohne Metall, das schont die Haare.

Anmerkung von frisurenkatalog.eu:
Gummierte Haarspangen, Abteilklammern, Haarnadeln und Haargummis ohne Metall gibt es von Rickys NYC.

Haarpflegetipp Nr. 6: Pflegende Spülungen

Neben dem richtigen Shampoo sorgen extrem einfache Spülungen dafür, dass das Haar gesund und schön bleibt. Wenn du Geld sparen willst und Lust am Experimentieren hast, ist die Zitrone-Essig-Spülung das Richtige. Eine andere Möglichkeit ist das Honig-Ei-Shampoo. Für beides findet man im Internet reichlich Rezepte zum selbermachen.
Wer für Spülungen Marke Eigenb(r)au wenig übrig hat, ist mit den Alternativen aus dem Friseurbedarf bestens bedient, muss aber die richtigen herauspicken. Besonders empfehlenswert ist zum Beispiel Bona Cure von Schwarzkopf oder Serie Expert von Loreal.

Haarpflegetipp Nr. 7: Nasse Haare ruhen lassen

Nasse und feuchte Haare sind wesentlich empfindlicher als trockene und sollten daher auch entsprechend behandelt werden. Ein Mikrofaserhandtuch sorgt für schonende Trocknung der Haare. Ein handgesägter Kamm aus Naturkautschuk eignet sich perfekt zum Kämmen im nassen Zustand.